| AD07.61-P-4000-07A | Alterung O2-Sonde vor KAT Fehlercodebeschreibung ME | |
| 1 | Fehlercode | ![]() ![]() ![]() ![]() rechts vor KAT
![]() ![]() ![]() ![]() links vor KAT |
| 2 | Fehlerspeicherung
Ansteuerung der Kontrollleuchte Motordiagnose (EURO3/4) oder CHECK ENGINE (MIL) |
nach Ablauf der Prüfungsdauer und Fehler
nach zwei aufeinander folgenden Fahrzyklen (driving-cycle) mit Fehler |
| 3 | Häufigkeit der Prüfung | fortlaufend |
| 4 | Geprüftes Signal oder.Zustand | Signal der O2-Sonde vor KAT
A. Korrekturgröße überschritten B. Periodendauer zu lang |
| 5 | Fehlersetzbedingungen
A. Grenzwerte Korrekturgröße B. Periodendauer Grenzwert Prüfungsdauer |
ca. ±1,2 s (Verzugszeit) > 5 s (durchschnittlicher Wert aus 15 Messungen) bis 190 s |
| 6 | Prüfungsvoraussetzungen | - Motordrehzahl ca. 1000 bis 2000/min
- Last ca. 15 bis 50 % - Kühlmitteltemperatur > 80 °C - Katalysatortemperatur > 380 °C - Lambda-Regelung freigegeben - kein Fehler bei Katalysator Wirkung - kein Fehler O2-Sondenheizung oder Alterung - Luftdruck über ca. 780 hPa (d. h. über ca. 2500 m Höhe erfolgt keine Prüfung) |
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Nach einer Reparatur Prüfungen durchführen/Fahrhinweise |
Die Prüfungen 1 bis 4 müssen zusammen nacheinander ausgeführt werden ohne den Motor abzustellen.
1. O2-Sondenheizung prüfen Fahrzeug steht und Fahrstufe P Kühlmitteltemperatur > 80 °C Motor mit 2000 bis 2500/min ca. 2 Minuten laufen lassen Motor anschließend im Leerlauf ca. 6 Minuten laufen lassen 2. Alterung O2-Sonde vor KAT prüfen Fahrzeug für ca. 3 Minuten mit ca. 70 km/h auf ebener Straße in Fahrstellung D fahren 3. Katalysator Wirkung prüfen Fahrzeug für ca. 3 Minuten gleichmäßig mit 80 bis 90 km/h auf ebener Straße in Fahrstellung D fahren 4. Selbstanpassung der Gemischbildung prüfen Fahrzeug steht und Fahrstufe P Motor im Leerlauf ca. 3 Minuten laufen lassen Wenn die jeweilige Prüfung erfolgt ist, wird dies im HHT wie folgt angezeigt: Ist die Prüfung ohne Fehler durchlaufen, wird "-V-"dunkel hinterlegt (Reparatur erfolgreich). Ist die Prüfung mit Fehler durchlaufen, wird "-F-" dunkel hinterlegt. Nach Zündung AUS werden die Prüfungen wieder zurückgesetzt (weiße Felder). Erst nachdem die Prüfung erneut erfolgt ist werden die entsprechenden Felder wieder dunkel hinterlegt. Eine erneute Prüfung erst nach ca. 10 s Zündung AUS durchführen. |
| 8 | |
- Periodendauer des O2-Sondensignals vor KAT zu lang: O2-Sonde nach KAT wird nicht weiter überwacht.
- Korrekturgröße überschritten: O2-Sonde nach KAT wird weiter überwacht. - Werden für die O2-Sonde vor und nach KAT gleichzeitig Fehler erkannt, ist meist nur die O2-Sonde nach KAT defekt. |
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| 1 O2-Sondensignal vor KAT
a Spannungsschwelle für Fett - Mager Übergang (b) bzw. Mager - Fett Übergang (c) 2 Lambda-Regelung ohne Korrekturgröße 3 Lambda-Regelung mit Korrekturgröße (d), Zeitverschiebung (+TV) Richtung fett 4 Lambda-Regelung mit Korrekturgröße (e), Zeitverschiebung (-TV) Richtung mager |
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| P07.61-0383-06 |
| Prüfungsablauf
Das Motorsteuergerät bestimmt aus den O2-Sondensignalen nach KAT den Lambda-Mittelwert. Dieser Wert wird mit einem gespeicherten Wert für optimales Abgas verglichen. Ist bei mehreren Messungen die Abweichung zu groß, wird eine Korrekturgröße (Verzugszeit ±TV) für die Lambda-Regelung bestimmt. Mit der Korrekturgröße (Wert bei neuer O2-Sonde ca. 0) wird die Alterung der O2-Sonde vor dem KAT in bestimmten Grenzen ausgeglichen. Überschreitet die Korrekturgröße den Grenzwert, muss die O2-Sonde vor dem KAT erneuert werden. |
Zusätzlich wird die Periodendauer der Sondensignale vor KAT berücksichtigt. Finden keine Sondenzustandswechsel statt, ist die Lambda-Regelung nicht aktiv und somit auch keine Zweisondenregelung möglich.
Mit den O2-Sondensignalen nach KAT wird auch die Wirkung des Katalysators überwacht. |